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DIGITAL FREESAT FORUM / German / Washington fordert von BP Übernahme aller Kosten der Ölpest Moderat de grass
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mops43
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Angesichts der immer katastrophaleren Lage im Golf von Mexiko hat die US-Regierung den britischen Ölkonzern BP aufgefordert, sich klar zur Übernahme aller Kosten der Ölpest bereitzuerklären. Zuvor war ein weiterer Versuch gescheitert, die aus dem lecken Bohrloch strömenden Ölmassen zu stoppen. Aufgrund von eigenen Untersuchungen vermuten Wissenschaftler, dass viel mehr Öl ausströmt als bisher angenommen.

In einem Schreiben forderten Heimatschutzministerin Janet Napolitano und Innenminister Ken Salazar BP-Chef Tony Hayward auf, noch einmal öffentlich festzustellen, dass der Konzern für alle entstehenden Schäden der Ölkatastrophe aufkommen werde.

Dies hatte Hayward zwar bereits in der vergangenen Woche bei einer Kongress-Anhörung zugesagt. Schon jetzt hat der Konzern fast 400 Millionen Dollar für die Einsatzarbeiten im Golf von Mexiko ausgegeben, ohne den Ölfluss stoppen zu können.

Am Samstag scheiterte BP mit einem ersten Versuch, in 1500 Metern Tiefe mit ferngesteuerten Robotern ein dünnes Rohr zum Absaugen des Öls anzubringen. Die Montage der verschiedenen Teile unter Wasser sei komplexer als erwartet, teilte der Konzern mit. Ein Metallrahmen habe sich verschoben und müsse neu justiert werden.

Der Wettlauf mit der Zeit wird immer verzweifelter: Seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor mehr als drei Wochen fließen täglich mindestens 800.000 Liter Öl in den Golf, erste Ölklumpen erreichten bereits Strände in den drei Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama.

Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass die Menge die bisherigen Schätzungen der Küstenwache um das Zehnfache überschreiten könnte. Dies würde bedeuten, dass die Ölpest im Golf von Mexiko bereits zur größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA geworden ist.

Angesichts der anhaltenden Misserfolge nimmt die Kritik von US-Präsident Barack Obama an BP und den am Bau der Unglücks-Bohrinsel "Deepwater Horizon" beteiligten Firmen an Schärfe zu. Deren Versuch, sich gegenseitig die Schuld für das Unglück in die Schuhe zu schieben, bezeichnete er als "lächerliches Schauspiel". Er werde sich erst zufrieden geben, wenn das Leck gestopft und der Golf vom Öl gesäubert seien und die Anrainer wieder ihrer normalen Arbeit nachgehen könnten, sagte Obama.


pus acum 16 ani
   
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